Nr. 52: Ausgrenzung

Skandal !
Diskriminierung von Senioren und Seniorinnen
Einlaufkinder – Information in Wikipedia:
"Im Fußball sind Einlaufkinder in Deutschland beispielsweise in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga und international bei Welt- und Europameisterschaften zu sehen.
In Deutschland wurde der Brauch 1994 von Willi Lemke bei Werder Bremen eingeführt, der diese Idee von einem Besuch in Brasilien mitbrachte.“
[ https://de.wikipedia.org/wiki/Einlaufkind ] Seite aufgerufen am 21.11.2025
Die Kinder stehen vor den Spielern und hören andächtig die Hymnen:
- in der Bundesliga vereinsbezogene Lieder (Stadionhymnen)
- bei internationalen Spielen Nationalhymnen.
Dann rennen die Kleinen vom Spielfeld. Das ist ein schönes Ritual.
Dank ihrer oft gelobten Disziplin und Fairness gelten Sportler und Sportlerinnen als Vorbilder, die Kinder und Jugendliche motivieren sollen, sich ebenfalls diszipliniert und fair zu verhalten.
Aber warum werden unsere Senioren und Seniorinnen benachteiligt, diffamiert und ausgegrenzt. Wie kann das sein? Warum dürfen sie nicht ab und zu die Einlaufkinder ersetzen?
Der demografische Wandel dürfte doch inzwischen auch beim DFB (= Deutscher Fußball-Bund) bekannt sein.
„Die zunehmende Zahl älterer Menschen in Deutschland ist ein wichtiger Faktor im demografischen Wandel. Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung zeigen, dass die Zahl der 65-Jährigen und Älteren seit 1991 von 12,0 Millionen auf 19,0 Millionen im Jahr 2024 deutlich gestiegen ist. Da jüngere Geburtsjahrgänge zugleich sinkende Personenzahlen aufweisen, stellen die ab 65-Jährigen im Zeitverlauf auch einen immer größeren Anteil an der Gesamtbevölkerung. Er stieg von 15 % im Jahr 1991 auf 23 % im Jahr 2024.“
[ Quelle: Statisches Bundesamt; https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Aeltere-Menschen/bevoelkerung-ab-65-j.html; Seite aufgerufen am 21.11.25 ]
Angesichts dieses dramatischen demografischen Wandels ist es dringend geboten, dass mindestens bei jedem zweiten Bundesligaspiel und bei Länderspielen Senioren und Seniorinnen die Rolle der Einlaufkinder übernehmen.
Bei einem bundesweit durchgeführten Casting könnten geeignete Senioren und Seniorinnen ausgewählt werden.
Der Einsatz von „Einlauf-Senioren“ und „Einlauf-Seniorinnen“ würde ihre Integration in unsere Gesellschaft fördern und ihnen - falls sie nicht mehr berufstätig sind - das gute Gefühl geben, noch zu etwas nütze zu sein.
Zugegeben, der Einlauf (oder eher das Einschleichen) und der Auslauf (das Wegschleichen) der Senioren und Seniorinnen würden altersbedingt ein wenig mehr Zeit erfordern als bei den schnellen Kindern.
Aber: Beim Einlaufen und Auslaufen könnten die Ersatzspieler behilflich sein, die sonst nur mehr oder weniger untätig auf der Bank sitzen.
Die leichten zeitlichen Verzögerungen wird den Spielern nicht schaden. Sie können während des Spiels noch genug über den Rasen rennen und dabei ihr Bestes geben.
