Nr. 5: Kollegiumsausflug

Wir hatten uns in der Konferenz auf das Ausflugsziel Lüttauer See (bei Mölln) geeinigt.

Dort begannen wir mit der Wanderung um den See, die mit einem gemeinsamen Mittagessen gekrönt werden sollte. Wie bei Wanderungen einer großen Gruppe oft erlebt und kaum zu vermeiden, blieb das Kollegium nicht lange beieinander, zerfiel in kleine Gruppen. In meiner Gruppe, die von unserem ortskundigen Schulleiter angeführt wurde, der zielstrebig einige Meter vor uns ging, regte ich an, dass wir uns so wie Schulkinder verhalten. Natürlich hörte er unsere Absprache nicht. Aber er merkte schon bald, dass sich unser Verhalten änderte, denn wir fingen an zu fragen und zu quengeln:

„Ist es noch weit?“,

„Wann machen wir endlich eine Pause? Ich hab' so'n tierischen Durst.“

„Warum durften wir nicht mit dem Bus fahren?“

„Wie lange noch?“

„Wandern ist voll uncool.“

„Ich kann nicht mehr.“

„Mir tun die Füße weh.“

und so weiter.
 

Unser Schulleiter erkannte natürlich sofort die Verschwörung, konnte sich wohl auch denken, wessen Idee sie war, aber anstatt sich auf unser Spiel einzulassen und entsprechend zu reagieren, war er merklich verunsichert.

Humor und Lachen können so manche brenzlige Situation entschärfen und wieder für eine gute Arbeitsatmosphäre im Klassenzimmer und im Lehrerkollegium sorgen.

Falls der geneigte Leser nicht von selbst darauf gekommen ist: Mein Kollege mit dem Heiligenschein ist unser gewichtiger Religionslehrer.

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