Nr. 17: Duke
Zu unserer Skiläufergruppe gehört auch Birgit, so nenne ich sie jetzt einfach mal.
Nach einem wunderschönen Skitag erzählte sie uns in fröhlicher Runde das folgende Erlebnis:
Eines Tages ging Birgit mit Duke, ihrem Hund, am Oberlauf der Alster spazieren, dort, wo die Alster noch ein schmaler Fluss ist. Birgit ließ Duke von der Leine, damit er sein Laufwerk mal wieder so richtig trainieren konnte. Duke rannte hierhin und dahin, erschnüffelte die neuesten Nachrichten, die seine Kumpel an den Sträuchern und Bäumen hinterlassen hatten. Fast alle Nachrichten ergänzte und aktualisierte er mit einem spritzigen Kurzkommentar. Er war sozusagen bei der Zeitungs-- lektüre.
Plötzlich blieb er stehen, hob die Nase in die Luft und stürzte sich mutig in die Alster, um ans andere Ufer zu schwimmen. Dort ging eine Hündin spazieren, deren verführerischer Duft über die Alster direkt in Dukes Nase geweht war. Duke konnte da einfach nicht widerstehen und versuchte sein Glück.
Eine ältere Dame, das Frauchen der Hündin, saß auf einer Bank und beobachtete Duke.
Mit einem tiefen Seufzer sagte sie zu Birgit: „Ach, wenn das doch bloß für mich noch jemand machen würde.“

